Montag, Mai 29, 2006

Auckland und seine Krater (3)

Ich schrieb in Teil 1, dies sei eine englische Stadt. Das muss ich korrigieren, in Ansätzen. Auckland ist genauso eine asiatische und polynesische Stadt. Das ist weniger der Architektur zu verdanken, die westlich geprägt ist; es sind die Gesichter der Menschen dieser Stadt, und das, was sie sprechen und essen.

Die erste große Überraschung ist eine ostasiatische. Ein großer Teil der Einwohner Auckland kommt aus Ostasien – China, Japan, Korea – und drücken manchen Straßen ihren Stempel auf. Auf bestimmte Weise haben sich ihre Hoffnungen auf ein besseres Leben oder auf eine Zukunft überhaupt erfüllt. Man kann sie arbeiten sehen, handeln, geschäftig hin- und her rennen, braten und köcheln, anpreisen und verkaufen. Auckland ist auch eine asiatische Metropole.


Seine polynesische Vergangenheit hat Auckland schon längst vergessen, nichts deutet mehr darauf hin. Höchstens Geschichtsbücher, die uns erzählen, hier hätten schon um 1350 Maoris Siedlungen gegründet. Als 1840 die Europäer an Land kamen, war das Land fast menschenleer, Kriege und Epidemien hatten es entleert.

In den Straßen findet sich ein buntes Volk. Graue Anzüge, Touristen, Straßenkehrer und Autofahrer. 15-jährige Schulmädchen, die in einem Kiosk Cindy Lauper's 'Girls wanna have fun' singen, gelangweilte Boutique-Verkäuferinnen und viele Ampeln. Ja, das ist Aucklands Straßenbild, BurgerKing und Souvenirshop Wand an Wand, Galerien und Fisch-Restaurants überall.

Der Skytower sticht aus diesem Wald heraus, obwohl er innerhalb der Straßen unsichtbar bleibt. Nur von weit weg zeigt er sich, aber in der Downtown von Auckland bleiben die Leute am Boden. Dort gibt es genug interessantes, außer den heftigen Parkplatzgebühren.

Auckland und seine Krater Teil 1, Teil 2


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